Warum soziale Kontakte für Ihre Haut wichtiger sind als teure Cremes
Wie WELT berichtet, hält Volker Steinkraus ein aktives Sozialleben für förderlicher als so manches Serum – und zieht zugleich gegen fragwürdige Trends wie „Preventive Botox" und Filler vom Leder.

Dass schöne Haut nicht allein im Tiegel entsteht, formuliert ein deutscher Dermatologe jetzt ungewöhnlich direkt. Wie WELT berichtet, hält Volker Steinkraus ein aktives Sozialleben für förderlicher als so manches Serum – und zieht zugleich gegen fragwürdige Trends wie „Preventive Botox" und Filler vom Leder.
Freundschaften statt Faltenjagd – die Kernthese
Steinkraus positioniert sich gegen den verbreiteten Reflex, jedes Hautproblem mit einem weiteren Produkt zu lösen. Geselligkeit, stabile Freundschaften und ein intaktes Umfeld seien in seiner Bewertung der wirksamste Hebel. Das ist keine Beschwörung von „innerer Schönheit", sondern eine klare fachliche Priorisierung: Wer die Grundlagen des Lebens vernachlässigt, kann die Haut noch so konsequent einschmieren – der gewünschte Effekt bleibt aus.
Drei rote Linien gegen „Preventive Botox", Faltenkampf und Filler
Der Dermatologe zieht drei klare Linien. Erstens: „Preventive Botox" – Botulinumtoxin ohne medizinische Indikation, allein zur vorsorglichen Faltenverhinderung. Zweitens: Der unnötige Kampf gegen Falten, der das Hautbild langfristig stärker belasten kann als jede einzelne Linie. Drittens: Filler, deren Risiken in der öffentlichen Debatte kaum auftauchen. Steinkraus rät, die Indikation streng zu stellen, statt jedem Trend hinterherzulaufen.
Was das für Ihre Routine bedeutet
Übertragen auf die Pflegepraxis eines Mannes heißt das: Investieren Sie in wenige, wirksame Schritte, nicht in ein Arsenal an Tiegeln. Sanfte Reinigung, konsequente Feuchtigkeitsversorgung und ein täglicher Lichtschutzfaktor decken den größten Teil ab. Wirkstoffe wie Niacinamid (Vitamin-B3-Derivat, entzündungshemmend und barrierestabilisierend) oder Retinol (Vitamin-A-Derivat, fördert die Zellerneuerung) lassen sich gezielt ergänzen – aber nur, wenn die Basis steht. Was kein Serum liefern kann: ausreichend Schlaf, regelmäßige Bewegung und ein soziales Umfeld, das Stress reduziert statt aufzubaut. Steinkraus' Botschaft ist unbequem, weil sie den Konsum infrage stellt. Genau deshalb sollten Sie sie ernst nehmen.