Dauerhafte Haarentfernung für Männer: Mein Langzeittest mit zwei IPL-Geräten
Wer kennt das nicht: Nach dem Sport oder im Sommer unter dem kurzärmligen Hemd blitzt das ein oder andere Haar hervor, das man lieber nicht gesehen hätte.

Zwei Monate, zwei Geräte, ein klares Bild
Rasieren, zupfen, wachsen — jedes Mal dasselbe Spiel, oft mit denselben roten Punkten und eingewachsenen Härchen als Andenken. Kein Wunder, dass Heimanwender-Geräte zur dauerhaften Haarreduktion gerade bei Männern hoch im Kurs stehen. Eine Redakteurin von TODAY.com hat das Thema jetzt über zwei Monate an die eigene Haut gelassen — mit dem Nood Flasher an der rechten und dem Ulike Air an der linken Körperseite.
Was die Geräte wirklich können
Die Reporterin behandelte Beine, Achseln und Bikinizone dreimal pro Woche, etwa neun Wochen lang. Das Ergebnis: Die Haare wachsen sichtbar feiner, heller und deutlich langsamer nach. Wichtig ist allerdings ein nüchterner Blick auf die Werbeversprechen. Beide befragten Dermatologen — Dr. Gretchen Frieling aus Massachusetts und die board-zertifizierte Dr. Azadeh Shirazi — betonen, dass die Geräte keine vollständige Entfernung, sondern eine Reduktion liefern. Und sie funktionieren am besten bei dunklem Haar auf heller Haut, weil sie das Melanin im Follikel anvisieren.
Der Unterschied zum Studio
Dr. Shirazi bringt es auf einen Vergleich, der Männern sofort einleuchtet: Eine professionelle Laserbehandlung beim Dermatologen ist wie ein zweistündiges Training mit Personal Coach, das Heimpgerät eher wie ein zwanzigminütiger Spaziergang. Geduld ist also Pflicht, und wer die Geräte nach einer professionellen Kur als Erhaltung nutzt, bekommt laut Shirazi die besten Ergebnisse. Technisch handelt es sich bei den meisten „Laser"-Geräten für daheim übrigens um IPL, also intensives Pulslicht — der Name ist etwas geschönt.
Was Männer in der Praxis beachten sollten
Wer es selbst ausprobieren möchte, sollte vor dem ersten Blitz die betreffende Stelle gründlich rasieren und anschließend keine Pflegeprodukte mit Duft- oder Wirkstoffen auftragen, bis die Haut sich beruhigt hat. Bei gereizter oder sonnenverbrannter Haut pausieren — genau wie die Testerin es gemacht hat, wenn Reisen oder Sonnenbrand dazwischenkommen. Für Männer, die zwischen Training, Büro und Sommerurlaub weniger Zeit mit Rasierer und Pflaster verbringen wollen, sind solche Geräte eine pragmatische Ergänzung, kein Ersatz für eine professionelle Beratung beim Hautarzt — besonders wer dunklere Haut oder sehr helles Haar hat, sollte vorher Rücksprache halten, weil der Melaningehalt über Erfolg oder Wirkungslosigkeit entscheidet.